John hat geschrieben:Hemm.. also so richtig befriedigen mich die Antworten nicht, irgendwie reden wir aneinander vorbei.
Ja, vielleicht, aber auch interessante IT-Fragen, finde ich, auf die man mal in einer Andacht eingehen könnte!
John hat geschrieben:Ist es möglich das ein Böser Herrscher auch an die Fünfe glaubt, weil er glaubt das in deren Namen alles richtig macht ? Ist unsere Spielinternedifenition von Gut und Böse in unserer Welt richtig? Was ist gut und was is
Wie defnierst
Du denn "böse", John?
Ich denke, die FÜNFE machen zu vielen Fragem im Alltag recht klare Aussagen, die sich an unseren heutigen/westlichen Moralvorstellungen orientieren. Mord ist sicher "böse", darüberhinaus aber auch Dinge wie Skrupellosigkeit, Egoismus, Rücksichtslosigkeit Schwächeren gegenüber usw.; ERIS als Göttin der Diebe ist sicher eine Grauzone und steht im Gegensatz zu GOR. Aber auch ihre Anhänger halten sich daran, z.B. unnötige Gewalt zu vermeiden und stehen im Ruf, von den Reichen zu stehlen bzw. von denjenigen, "die einen Denkzettel verdient" haben.
Ein machiavellistischer Herrscher mag an die FÜNFe Glauben und ist wohl nicht unbedingt "böse", aber auch nicht "gut".
Anders gesagt, die spielinterne Definition von Gut und Böse ist im Archipel "richtig". Das zeigen uns die Götter immer wieder (in Form der SL!).
John hat geschrieben:Nehmen wir an ich habe einen Charakter, der ist ein Narr, der sich über alles lustig macht und possen und Witze reißt, darf er das auch über die Fünfe oder über deren Geweihten?
Darf man in der realen Welt über Hitler Witze machen, oder über Behinderte? Manche sagen, schon die WItze über Frauen oder Blondinen sind "böse".
Ich denke, IT das entscheidet der Geweihte. Oder andere Anwesende. In mancher Runde wird der Narr damit durchkommen, woanders nicht. Humor hängt immer von der Wahrnehmung ab. Mennarrd wurde z.B. auf dem TAGE DER ANGST von den Barbaren als "Der blaue Bauer" bezeichnet, was sicher schmähend gemeint war; er als Geweihter des GOR war aber stolz darauf, mit der hart arbeitenden, sehr GOR gefälligen Bauernschaft verwechselt zu werden.
Die Kunst des Narren (und sein Tanz auf dem Vulkan) ist es ja, an der sehr feinen, ständig anders verlaufenden Grenze zwischen Witz und Geschmacklosigkeit entlang zu balancieren. Wobei, ein Narr kommt sicher mit mehr durch, als ein Trunkenbold. Und z.B. bei einem gutmütigen Geweihten wie Mennarrd auch weiter als bei einem aufbrausenden Geweihten aus FinDirrit...
John hat geschrieben:Für meinen Geschmack und ich betone meinen, ist in lezter Zeit die Relegion zu wichtig gewurden und für die fünfe für das Licht ist zu einen dummen Leitspruch mutiert. Es gibt die Götter, sie beieinflussen unsere Entscheidung aber nur indirekt, sie selbst greifen nur durch das Hinwirkung von Anbetung und zuwendung direkt in die Spielwelt ein. Die Geweihten. Prieseter, Gläubige usw. sind der Fokus diese Identitäten.
Ach, ich weiß nicht, John. Wie viele Cons gehst Du da zurück, wenn Du von "in letzter Zeit" sprichst? Sowohl auf der Zwergensemmel als auch auf dem Silvestercon haben die Götter aus meiner Sicht keine große Rolle gespielt. Eigentlich noch nicht mal besonders auf dem Schellja-Con. Meiner Meinung nach sind tägliche Andachten einfach Alltag.
Eine Tendenz, bei jedem aufgefundenen Kupferstück gleich die ganze Spielerschaft zusammenzurufen, um diesem ERIS-Wunder mit Tränen in den Augen und stundenlangem Gebet zu gedenken, kann ich nicht feststellen - würde mich aber, wenn dem so wäre, auch stören.
John hat geschrieben:Mir fehlt eine Definietion von Gut und Böse für die Spielwelt, weil die götter weder Orm und seine fünderkligge noch Diskor gut oder böse sind, sondern die leute die sich ihrer macht bedienen und diese den begriff definieren...
Doch. Orm und Co sind die GUTEN, Diskor und Co die BÖSEN.
Ich will nicht für andere reden, aber wenn ich das Vorwort zu ConTrolle richtig verstanden habe, dann hatten Flo und Tanne die Beliebigkeit auf anderen Cons in dieser Richtung satt und wollten stattdessen einen Rahmen, um eben gerade solche Diskussionen OT zu vermeiden (IT sind das natürlich GROSSE Themen, über die mal in Andachten gesprochen werden sollte!).
John hat geschrieben:(...) Sind solche Überlegungen erlaubt oder ist man gleich ein Ketzer im Sinne Diskors oder der FÜNFE?
Hängt wohl vom Land und von anwesenden Geweihten ab... In Timbedien wirst Du wahrscheinlich schon verbrannt, bevor Du das Wort "Dämon" zu Ende gesagt hast (was zwar nicht nett ist, aber auch nicht "böse"); in NeuRhaetikon wird ein anwesender Beschwörungsmagier wahrscheinlich rot und meint, daß man Dämonen selbstverständlich nur theoretisch oder aber höchstens zu Forschungszwecken beschwören sollte, das sei aber, wie jedermann wisse, verboten.
John hat geschrieben:(...)Ich habe das gefühl das es sich alles in eine Richtung entwickelt die in eine Art für die Fünfe Fanatismus enden muss und dem will ich entgegen wirken in dem ich dadrüber mich Euch diskutiere, immer und immer wieder... auch damit ich für meinen geweihten zum beispiel neue einsichten bekomme, man will ja die leute auch besser anspielen
Ich fände, wie gesagt, Andachten zu diesen Themen viel spannender als die ständigen "wir bitten die Fünfe, daß wir's schaffen" und "wir danken den Fünfen, daß wir's geschafft haben"... Ich hatte zu Anfang als Geweihter in der Hinsicht große Pläne, im "Langen Rausch" (dem legendären Silvestercon) hatte ich auch Andachte, wo ich mich mit Aspekten von Tüchtigkeit oder der Anforderung, wahrhaftig zu sein, auseinandergesetzt habe und auch versucht habe, das "Publikum" in die Andachten mit einzubeziehen. Das scheitert dann am Unwillen der meisten Spieler, tatsächlich Religion auszuspielen (kann ich persönlich wieder gut nachvollziehen), aber hat dazu geführt, das vereinzelt Spieler mit ethischen Problemen zu mir kamen. Das waren für mich als Geweihten immer die rollenspielerisch reizvollsten Situation, sozusagen "seelsorgerisch" tätig zu sein. Das kann man auch machen, ohne allzu religiös zu sein. Da ging es um Dinge wie Trauer über gefallene Freunde, wie die Frage, wie man sich verhält, wenn ein irdischer Konflikt dazu führt, daß man gegen einstige Freunde in den Krieg ziehen muß (also Loyalität) oder darum, ob Geweihte denn fehlbar sein dürfen oder können, wo sie doch von den FÜNFEn ausgewählt sind.
Da fällt mir ein, daß es im Archipel bestimmt auch Laienbrüder gibt - Menschen, die insbrünstig den FÜNFen (bzw. einem von ihnen) folgen, aber ihrerseits nicht von den Göttern gesegnet wurden... könnte auch reizvoll sein.
Aber ich schweife ab.
Grundsätzlich ist es im Archipel aber nach meinem Wissen schon so, daß die FÜNFE und alle SCs "gut" sind. Wirklich "böse" Charaktere wirst Du nicht eingecheckt bekommen - höchstens als NSCs.
Im übrigen bin ich dafür, daß die Reisezeit zu den Cons verkürzt werden muß.
Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - Johann Christoph Friedrich von Schiller, (1759 - 1805), deutscher Dichter und Dramatiker